Grundwasserentnahmen
In mikrobiologischer Hinsicht ist das gewonnene Wasser bereits einwandfrei, d.h. das Wasser braucht nicht gechlort oder mit Ozon behandelt werden.
Wassergewinnungsgebiete unterliegen einem besonderen Schutz. Das hat zur Folge, dass Technologien, die das Grundwasser beeinflussen können, in diesen Gebieten nicht überall einsetzbar sind. Beispielsweise verbietet die Schutzzonenverordnung in der Regel den Bau und Betrieb von Erdwärmesonden und -kollektoren für die Energiegewinnung. Geplante Anlagen in Wasserschutzgebieten müssen der Unteren Wasserbehörde angezeigt bzw. von ihr genehmigt werden. Informationen über Wasserschutzgebiete geben die zuständigen Unteren Wasserbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte heraus.
Wasseraufbereitung: Vom Brunnen ins Trinkwassernetz
Das Grundwasser, das in den von uns betriebenen Wasserwerken gewonnen wird, wird ohne jeglichen Einsatz von Chemikalien aufbereitet. Das in den Förderbrunnen gewonnene Wasser wird durch Unterwasserpumpen auf sogenannte Riesler gefördert, in denen das Wasser mit Luftsauerstoff angereichert wird. Gleichzeitig entweichen hier auch Schwefelwasserstoff und Kohlensäure. In den unter dem Riesler liegenden Reaktionskammern wird das im Wasser gelöste Eisen in unlösliches Eisenhydroxid überführt. Außerdem erfolgt eine Teiloxidation des Mangans.
Aus den Reaktionskammern fließt das Wasser den Kiesfiltern zu, wo Eisen und Mangan zurückgehalten werden. Das so aufbereitete Wasser fließt von hier aus ohne weitere Behandlung den Reinwasserbehältern zu.
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